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Mikroplastik ist heute praktisch überall zu finden, auch dort, wo man es nicht erwarten würde, im Trinkwasser. Diese winzigen Kunststoffteilchen entstehen entweder direkt als kleine Partikel, etwa in Kosmetikprodukten, oder sie entstehen, wenn größere Plastikteile langsam zerfallen. Das Problem daran ist, dass diese Partikel so klein sind, dass sie von vielen Filtersystemen nicht vollständig erfasst werden und dadurch in unseren Körper gelangen können.
Viele Studien zeigen inzwischen, dass Menschen regelmäßig Mikroplastik aufnehmen, über die Nahrung, über die Luft und besonders über Wasser. Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir jedes Jahr tausende dieser Partikel aufnehmen, ohne es zu merken. Dabei geht es nicht nur um das Plastik selbst, sondern auch um die Stoffe, die daran haften, etwa Schwermetalle oder chemische Zusatzstoffe (Wikipedia, Microplastics and human health).
Welche Auswirkungen das genau auf unsere Gesundheit hat, wird noch erforscht, aber erste Ergebnisse geben Anlass zur Sorge. In Laboruntersuchungen wurden Entzündungen, Zellschäden und hormonelle Veränderungen beobachtet. Mikroplastik wurde sogar schon im Blut, in Organen und in der Plazenta nachgewiesen. Das zeigt, dass diese Partikel nicht einfach wieder ausgeschieden werden, sondern sich im Körper verteilen können (Wikipedia, Microplastics and human health).
Ein weiteres Problem ist, dass herkömmliche Wasseraufbereitung oft nicht ausreicht, um Mikroplastik vollständig zu entfernen. Zwar können Kläranlagen einen großen Teil herausfiltern, aber ein Rest gelangt weiterhin in Flüsse, Seen und letztlich auch ins Trinkwasser. Genau hier setzt die Suche nach neuen, besseren Lösungen an (Wikipedia, Microplastics).
Eine überraschend einfache und zugleich sehr alte Methode könnte dabei helfen, der Moringa-Baum. Genauer gesagt die Samen von Moringa oleifera, die schon vor Jahrhunderten zur Wasserreinigung genutzt wurden, unter anderem im alten Ägypten. Diese natürliche Technik erlebt aktuell ein Comeback, weil sie Gegenstand neuer wissenschaftlicher Untersuchungen ist (Euronews Bericht nach Studie).
In einer aktuellen Studie wurde untersucht, wie gut Moringa-Samen Mikroplastik aus Wasser entfernen können. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein großer Teil der Partikel reduziert werden kann. Der Grund dafür liegt in bestimmten Proteinen in den Samen, die dazu beitragen können, dass sich die winzigen Kunststoffteilchen zusammenballen und dadurch leichter aus dem Wasser entfernt werden können (ACS Omega Studie, zitiert in Food & Wine).
Im Vergleich zu chemischen Methoden hat diese natürliche Variante einige potenzielle Vorteile. Sie ist biologisch abbaubar, hinterlässt keine schädlichen Rückstände und ist vor allem kostengünstig. Gerade in Regionen, in denen aufwendige Technik fehlt, könnte Moringa daher eine interessante Alternative sein. Außerdem wächst der Baum schnell und ist in vielen warmen Regionen leicht verfügbar (Food & Wine).
Trotzdem ist die Methode noch nicht vollständig etabliert. Durch die Behandlung mit Moringa gelangen zusätzliche organische Stoffe ins Wasser, die anschließend weiter entfernt werden müssen. Auch fehlt es noch an groß angelegten Anwendungen im Alltag, die zeigen, wie gut das Verfahren langfristig funktioniert. Die Forschung befindet sich hier noch in der Entwicklung (Food & Wine).
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