MMS – Gift oder Medizin?

Vortrag von Teresa Forcades i Villa „MMS – Gift oder Medizin?“ auf dem Spirit of Health Kongress 2015 in Kassel

Diesen Beitrag können Sie hier als PDF downloaden

Anmoderation Leo Koehof:

In den letzten Wochen hat es sehr viele Tumulte wegen MMS in den Medien gegeben. Jim Humble hat voriges Jahr in Hannover die Warnung geäußert, dass, wenn die Medien jetzt berichten, dass MMS eine Bleiche sei, dann könne es sehr leicht passieren, dass Leute die Bleiche einnehmen und glauben, sie hätten MMS eingenommen. Das ist natürlich sehr gefährlich und darum wollen wir die Leute warnen und die Informationen richtigstellen. Und dafür ist es für mich auch eine Ehre, Ihnen heute Morgen Teresa Forcades, Ärztin und Benediktiner Ordensschwester aus Spanien, vorzustellen. Sie ist eine erfahrene Ärztin, die Ihnen viel über Chlordioxid mitteilen und Sie darüber auch aufklären kann. Ich wünsche Ihnen  einen angenehmen Morgen!

Ich werde auf Deutsch reden, aber mein Deutsch ist nicht so gut. Also vielleicht brauche ich Hilfe bei ein paar Worten, aber ich versuche, meinen Vortrag auf Deutsch zu halten. In der Einleitung geht es zuerst kurz um mich. Ich komme aus Barcelona in Spanien, habe dort Medizin studiert und 1990 absolviert und bin danach in die USA gereist, um mich dort auf Innere Medizin zu spezialisieren. Das habe ich 1995 absolviert. Danach bin ich Benediktiner-Schwester im Kloster geworden. Dort im Kloster studierte ich weiter Medizin, habe meinen P.h.D., meine Doktorarbeit, über „Public Health Medicine“ gemacht, wie heißt das auf Deutsch? Öffentliche Medizin? (Anm.: Allgemeinmedizin). Ich habe gerade keine eigene Praxis, aber viele Kollegen, die mit mir zusammenarbeiten wegen meiner Bekanntheit in meinem Land und wegen meiner Ausbildung. Und wenn mich Leute um Rat fragen, dann habe ich Kollegen, die ihnen direkt in der Praxis helfen können. Meinen Vortrag heute werde ich in fünf Teile gliedern. Der erste Teil ist ein Bericht über meine eigene Erfahrung mit MMS. Sie haben, glaube ich, einen Titel wie „Alternative Medizin in der Praxis“ gewählt, aber ich glaube, ein genauerer Titel für meinen Vortrag wäre „MMS – Medikament oder Gift?“ Um meine Erfahrung mit MMS geht es also im ersten Teil. Im zweiten Teil kommt „Was ist eigentlich MMS?“, im dritten Teil „Wirkt MMS? Haben wir einen Beweis, dass das wirkt?“ Im vierten Teil geht es um die Frage „Ist MMS gefährlich?“ Denn vielleicht ist es ja wunderbar, aber wir haben Nebenwirkungen, die ganz schlecht sind. Letzter Teil: Meine Fragen. Ich habe Fragen, die ich öffentlich stellen werde. So, ich beginne also mit meinen eigenen Erfahrungen mit MMS.

Teresa Forcades i Villa „MMS – Gift oder Medizin?“ auf Vimeo on demand

Teresa Forcades:
Zum ersten Mal habe ich 2009 über MMS gehört. Damals war ich in Berlin, aber nicht wegen medizinischer Aktivitäten, ich bin nämlich nicht nur Ärztin, sondern auch promovierte Theologin, und ich war wegen meiner Post-Doc-Ausbildung in Berlin an der Humboldt-Universität. Damals, 2009, ging es um die Schweinegrippe und ich wollte über die Schweinegrippe forschen, weil ich in meinem Land einen Vortrag darüber halten sollte. War das so gefährlich, wie gesagt wurde? Und hatten diese Impfungen Nebenwirkungen? Als ich mich darauf vorbereitete, habe ich im Internet ein Interview gesehen über Schweinegrippe und von derselben Gruppe, das ist Camelot-Project, hatte ich auch ein anderes Interview gesehen, nicht über die Schweinegrippe, aber über etwas, das für mich 2009 ganz neu war, das war ein Interview mit Jim Humble und er hat in diesem Interview über MMS geredet. Ich habe das ganze Interview eine Stunde lang im Internet gehört und danach hatte ich Interesse daran, MMS besser zu kennen und habe es bestellt, zwei Flaschen. Ich habe es zuerst für mich selbst benutzt bei einer Erkältung und es hat eine gute Wirkung gehabt, später mit meinen Schwestern im Kloster auch mit Erkältungen und ich habe wieder gute Erfahrungen gemacht, dann bei Allergien und erneut gute Erfahrungen gemacht, auch mit „Wunderheilungen“ wiederum gute Erfahrungen gemacht. Doch die größte Erfahrung, über die ich berichten kann, war, als eine Schwester aus Kenia zu uns ins Kloster gekommen ist und sie hatte Symptome von Malaria. Ich weiß bis heute nicht, ob diese Schwester wirklich Malaria hatte oder nicht. Ich habe nicht die Prüfung gemacht. Sie hatte Malaria-Symptome und war aus einem epidemischen Gebiet für Malaria gekommen und sie selbst hatte viele Male zu Hause in Kenia Malaria und hat zu mir gesagt „Ich habe Malaria“, aber als Ärztin kann ich das nicht behaupten. Ich habe ihr von MMS berichtet und sie wollte das versuchen, hat eine Dosis von 15 Tropfen MMS bekommen, und wenn jemand hier noch nicht weiß, was MMS ist, ich sage es sofort, das ist nur eine Einleitung, sie hat also 15 Tropfen MMS genommen und einige Stunden später war sie symptomfrei. Sie war so begeistert davon und hat mich gebeten, ob sie diese zwei Flaschen mit zurück nach Kenia nehmen könnte. Und diese Schwester lebt heute nicht in Kenia, aber in Barcelona in Spanien, aber die Mutter von dieser Schwester ist jetzt die „Ärztin“ in ihrem Dorf geworden, weil die Leute zu ihr kommen und sie heilen sich von Malaria-Symptomen. Das war natürlich besonders beeindruckend für mich als Ärztin. Mir ist bewusst, und vielen von Ihnen ist auch bewusst, Malaria tötet mehr als eine Million Menschen pro Jahr. Haben wir denn in der Schulmedizin keine Mittel gegen Malaria? Doch, die haben wir, aber diese Mittel sind nicht so billig. Diese Mittel sind in Afrika nicht überall zu finden. Und diese Mittel wirken auch nicht zu 100 Prozent. Das Potenzial von etwas in der Medizin, das so billig ist, kann man sich vorstellen. Vielleicht wissen Sie, dass man sich die Fläschchen für etwa 20 Euro kaufen kann, also mit zwei Fläschchen, die zu mixen sind, kann man potenziell Hunderte von Menschen behandeln. Ich rede jetzt von Malaria. Das war alles in meinem Kopf 2009, als ich diese Erfahrung gemacht habe. Oder das war schon 2010. So, das Potenzial war so groß, so dass ich MMS wirklich gut erforscht habe und mit Leuten, die mit MMS zu tun ha

ben, in Kontakt gekommen bin und das bis heute. Das war meine Einleitung und jetzt komme ich dazu, was MMS eigentlich ist.

Dieser Name MMS wurde von Jim Humble formuliert, nachdem er 1996 eigene Erfahrungen in Südamerika, in Gyuana, gemacht hat. Das wurde entdeckt, weil er ein Mittel bei sich hatte, das schon in den USA zu haben war, zwar nicht um Malaria oder andere Krankheiten zu heilen, sondern um mit stabilisiertem Sauerstoff Wasser zu reinigen. Stabilisierter Sauerstoff kann ein sehr breites antimikrobielles Spektrum haben, also Bakterien, Parasiten und Viren töten. Diesen stabilisierten Sauerstoff konnte man also mit nach Südamerika nehmen, um etwas davon in das Wasser zu geben, etwas zu warten, eigentlich vielleicht bis zum nächsten Tag, und dann zu trinken. Deswegen hatte Jim Humble diesen stabilisierten Sauerstoff mitgenommen, aber was passiert ist, um es kurz zu machen, Jim Humble und seine Begleiter waren mitten im Dschungel und zwei seiner Kollegen hatten Symptome von Malaria. Sie hatten keine Malaria-Medikamente dabei und schickten jemanden, um Medikamente zu besorgen, aber darauf mussten sie mindestens zwei Tage warten. Während dieser Wartezeit ist Jim Humble auf die Idee kommen, mit dem stabilisierten Wasser vielleicht etwas helfen zu können. Die betroffenen Menschen waren damit einverstanden, das einzunehmen und einige Stunden später waren sie geheilt von den Malaria-Symptomen. Das war der Anfang und Jim Humble hat dann recherchiert und auch bei anderen Fällen die Beobachtung gemacht, dass Malaria-Symptome verschwanden. Deswegen wollte er mehr darüber wissen und er hat dieser Substanz den Namen MMS gegeben, das am Anfang bedeutete „Miracel Mineral Solution“, Miracel von „Wunder“, Mineral wegen des enthaltenen Natriums und Solution für Lösung. Später nannte man es „Master Mineral Solution“ und anders. Aber das ist, was MMS ursprünglich bedeutete, die bekannte Bezeichnung. Aber chemisch betrachtet heißt es auf Deutsch Natriumchlorit mit „t“ wie Tübingen. Man darf Natriumchlorit nicht verwechseln mit Natriumchlorid mit „d“ wie Deutschland. Natriumchlorid mit „d“ ist Kochsalz. Das ist das, was man in der Küche oder zum Kochen nicht immer, aber oft benutzt. Natriumchlorit mit „t“ wie Tübingen, ist das, worüber wir hier reden. Es muss auch ganz stark unterschieden werden von Natriumhypochlorit, auch mit „t“ wie Tübingen. Natriumhypochlorit ist ein Bleichmittel. Aber wir reden hier nicht über Natriumhypochlorit, sondern über Natriumchlorit mit „t“. Natriumchlorit kann man als Pulver kaufen und man kann das Pulver natürlich in Wasser lösen und dann hat man eine Lösung. Und wenn man sich MMS kauft, bekommt man eine Flasche mit Natriumchlorit und erhält eine Lösung von 28 Prozent. Das bedeutet, man hat mit Natriumchloritpulver und Wasser eine Lösung von 28 Prozent hergestellt. Nur muss man wissen, dass dieses Natriumchloritpulver nicht zu hundert Prozent rein ist. Es enthält normalerweise 80 Prozent Sodiumchlorid. Wenn man aus diesem 80 prozentigen Pulver eine 28 prozentige Lösung herstellt, bekommt man tatsächlich nicht eine 28 prozentige Lösung von Natriumchlorit, sondern eine 22,4 prozentige. Ich wollte das ganz klar darstellen, denn mir ist bewusst, dass manche Leute unsicher sind, ob man Natriumchlorit in einer Konzentration von 28 Prozent finden muss oder ob 22,4 Prozent reichen. Das ist die Erklärung dafür. Eigentlich liest man also auf der Flasche 28 Prozent und das ist nicht falsch, denn sie haben genau vom Pulver eine 28 prozentige Lösung durch Titration hergestellt. Nur das Pulver selbst ist nur zu 80 Prozent rein und da kommt am Ende nur eine Lösung mit 22,4 prozentiger Konzentration heraus.

Jim Humble hat in seinen frühen Forschungen nicht immer eine gute Wirkung der früheren Lösung MMS beobachtet. Viele Menschen wurden frei von Malaria-Symptomen, aber nicht alle. Und dann hat er weiter geforscht und entdeckt, dass das Natriumchlorit aktiviert werden muss und zwar durch Säure. Und deswegen bekommen Sie jetzt, wenn Sie MMS kaufen, eine Flasche mit Natriumchlorit und eine andere Flasche mit entweder Zitronensäure oder einer anderen weichen Säure, die mit dem MMS zu mixen ist. Aus dieser Mischung entsteht Chlordioxid. Das ist Sodiumnatriumchloride – es enthält Natrium und Chlorid. Und das Natrium löst sich vom Chlorid, wenn eine Säure dazukommt, weil Säuren eine größere Affinität für diese Chloridgruppen haben. Wenn keine Säure da ist, bleiben Natrium und Chlorid zusammen stabil. Kommt hingegen Säure dazu, verursacht sie eine Trennung zwischen Natrium und Chlorid, chemisch eine Lyse, und Chlorid alleine ist dasselbe wie Chlordioxid. Natriumchlorit, was wir in der Chemie als Chlorid-Gruppe bezeichnen, ist also Chlordioxid, ClO2. Aber mit der Säure, die in diese Mischung kommt, kann das Chlordioxid auch eine Verbindung eingehen und wenn das passiert, nennt man das auf Deutsch, glaube ich, chlorige Säure, eine der sauerstoffhaltigen Säuren des Chlors.

Wenn man MMS erforscht, findet man verschiedene Metaboliten, das bedeutet Zwischenprodukte, wie Chlordioxid oder chlorige Säure oder auch andere, was davon abhängt, was man dazugibt, aber wichtig ist, dass  alle diese Metaboliten, von denen ich spreche, Oxidationsmittel sind, also eine oxidative Reaktion im Körper verursachen. Und oxidative Reaktionen sind ganz entscheidend im Körper. Darauf basiert, wie wir zu unserer Energie kommen. Nahrung muss oxidiert werden im Körper, um uns Energie zu geben. Wenn wir eine Kerze abbrennen, ist das eine Oxidation. Sie wissen, ohne Sauerstoff brennt eine Kerze nicht. Darum benutzt man z.B. in Minen Kerzen, um zu sehen, ob noch Sauerstoff vorhanden ist oder nicht. Zum Beispiel auch, um Autos schnell fahren zu können, braucht man Benzin und damit aus diesem Benzin Energie wird, erfordert es auch eine oxidative Reaktion. Auf oxidativen Reaktionen beruht das Leben aller aeroben Zellen, also Zellen, die Sauerstoff brauchen, um zu leben und unsere Zellen im Körper gehören zu dieser Art von Zellen. So bis hierher ist deutlich, wie MMS wirkt. Wir haben also die theoretischen chemischen Reaktionen, aber das ist noch kein Beweis dafür, dass es tatsächlich heilen bzw. wirken kann. Das behandle ich im dritten Teil, doch zuerst sollte klar werden, dass Natriumchlorit weder Chlorbleiche, noch Kochsalz ist. Und, was sehr wichtig ist, wenn diese chemischen Reaktionen schon in Gang sind, kommen am Ende dieser Reaktionen mit Natriumchlorit keine Chlorate, also Salze heraus, die gefährlich werden könnten, weil sie zum Beispiel Krebs verursachen könnten. Vielleicht haben einige von Ihnen gehört, dass man mit Chlor etwas Gesundheitsgefährdendes herstellen kann. Das passiert also nicht, wenn man Natriumchlorit am Anfang hat, denn was dabei an Metaboliten herauskommt, kann alles im Körper ohne jede Gefahr verstoffwechselt werden.

Wie wirkt MMS? Was kann man dazu sagen? Haben wir Studien? Wissen wir, ob MMS wirkt? Um darüber zu reden, ob MMS wirkt oder nicht, ist für mich wichtig, Sie auf einen Artikel aus 1989 zu verweisen. 1989 haben die Ärzte Habermann und Müller in einer Zeitschrift namens „Klinische Wochenschrift“ in Berlin etwas veröffentlicht, was sehr wichtig für unser heutiges Thema ist.

Sie merken, 1989, das war einige Jahre, bevor Jim Humble MMS entdeckt hat. Habermann und Müller haben eine Studie veröffentlicht, eigentlich eine Vergleichsstudie, zwischen etwas mit dem Namen Oxoferin® und Natriumchlorit. Oxoferin® ist eine andere chemische Substanz, also tatsächlich nicht Chlordioxid, sondern Tetrachlorodecaoxide (TCDO). Chlordioxid ist, wie schon gesagt, das, was wir bekommen, wenn wir Natriumchlorit zusammen mit Säure mischen. Chlordioxid ist chemisch also, wie erwähnt, ClO2. Aber jetzt spreche ich über eine andere Chemikalie, die eben nicht ClO2 ist, aber ähnliche Valenzen (Wertigkeiten) hat, ClO2 hat ein Chlor- und zwei Sauerstoffatome, Tetrachlordecaoxide hingegen hat vier Chlor- und zehn Sauerstoffatome, ist also ähnlich wie ClO2. Die beiden Autoren und deutschen Ärzte Habermann und Müller haben 1989 ClO2 und TCDO verglichen. Wie wir nun wissen, ist ClO2 der wichtigste Metabolit der Reaktion zwischen MMS und Säure. Was ich Ihnen jetzt sage, können Sie alle selbst nachlesen auf “PubMed“ (US library of Medicine National Institute of Health). PubMed steht für „Public Medicine“ und die größte medizinische Datenbank medizinischer Fachartikel, die alle Ärzte in der Forschung benutzen, um herauszufinden, ob etwas gut erforscht ist oder nicht. Die Vergleichsstudie von Habermann und Müller findet man also auf PubMed und sie kommt zu dem Ergebnis, dass ClO2 und TCDO im menschlichen Körper im Wesentlichen identisch wirken. Das voranzustellen, ist mir sehr wichtig, weil zu TCDO viel geforscht wurde und ich werde über diese Forschungen kurz, aber präzise berichten, denn aus dieser Vergleichsstudie können wir die Wirksamkeit von MMS ableiten. Was also über TCDO erforscht wurde, kann man, wenn auch nicht ohne weiteres, aber doch wissenschaftlich durchaus begründbar, für ClO2 mindestens vermuten und zwar nicht aus der Luft gegriffen, sondern wissenschaftlich fundiert. Bevor ich näher auf die Wirkung von ClO2 eingehe, war mich wichtig, auf die Forschungen zu TCDO hinzuweisen, denn bevor Jim Humble MMS entdeckt hat, war die Forschung schon in Gang und zwar hier in Deutschland und besonders in der Schweiz, wo 1991 ein kleiner Pharmakonzern klinische Studien über Oxoferin® machte bei Wunden, die nach Bestrahlungen aufgetreten sind und zu wunderbaren Resultaten kam, nämlich zu mehr als 75 Prozent Heilungen dieser Wunden. Aber nicht nur das. Sie haben auch zu Blasenentzündungen und bestimmten Krebsarten geforscht und ein Patent für das Produkt bekommen, das ein Potenzial für die Heilung von Autoimmunerkrankungen hat, darunter Hepatitis C und Aids.

http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01736530#page-1

Ich habe auch gefunden, dass 2011 in Heidelberg an einer wichtigen medizinischen Fakultät eine Doktorarbeit über TCDO gemacht wurde und in dieser Doktorarbeit von Dr. Kühne wurde erforscht, wie TCDO wirkt. Nach diesen Forschungsergebnissen hat die Wirkung etwas mit Makrophagen („Killerzellen“) zu tun. Das sind Zellen unseres Immunsystems, die fast immer ganz entscheidend sind, wenn wir bzw. unser Körper gegen Krankheiten kämpft. Man braucht diese Makrophagen, wenn man eine Vergiftung hat, man braucht sie bei allen Entzündungen, egal welche Ursachen sie haben, und auch bei Infektionen, ob durch Parasiten, Bakterien oder Viren ausgelöst, braucht man Makrophagen, damit das Immunsystem sie bekämpfen kann, und auch bei Krebs. Das Immunsystem hat nicht verschiedene „Abteilungen“, um verschiedene Krankheiten zu bekämpfen. Es hat zwar verschiedene Möglichkeiten, um Krankheitserreger zu bekämpfen, aber es gibt dabei ein wesentliches Element und die Makrophagen, die natürlichen Killerzellen, gehören dazu. Und Dr. Kühne hat in Heidelberg erforscht, inwieweit TCDO die Makrophagen immunmodulieren könnte. Immunmodulierend in diesem Sinne bedeutet, eine Steigerung ihrer Aktivität zu verursachen, also letztendlich geht es in dieser Doktorarbeit darum, wie sich das Immunsystem stärken lässt. Ich halte es für sehr wichtig, dass alle, die sich mit MMS beschäftigen, über die Existenz dieser Forschungen Bescheid wissen.

Gibt es denn auch konkrete Hinweise bzw. Anwendungen und Ergebnisse direkt über entweder Sodiumchlorid oder über Chlordioxid? Ja, die gibt es auch. In Deutschland, in Europa und auch in den USA ist Chlordioxid seit einigen Jahren das wichtigste Mittel, um Lebensmittel vor dem Verkauf zu reinigen, also Chlordioxid bzw. Sodiumchlorite oder Natriumchlorit. Auf Englisch wird das als Acidified Sodium Chlorite, kurz ACS, bezeichnet und das ist chemisch nichts anderes, als mit Säure aktiviertes Natriumchlorit, denn „Sodiumchlorite“ ist Natriumchlorit. So, wie wir anfangs schon sagten, hat Jim Humble entdeckt, dass wir Säure brauchen, um die Wirkung von Natriumchlorit zu verbessern. Jetzt haben wir also eine sehr umfangreiche Forschung über Natriumchlorit mit Säure und das ist genau das, was man macht, wenn man diese zwei Fläschchen bekommt, also MMS und Zitronensäure, und sie miteinander mischt. Als ich 2009 zwei Fläschchen erhielt, war in einem Natriumchlorit, im anderen Zitronensäure, was ich mischte und einnahm. Und das Ergebnis ist genau Acidified Sodiumchlorite. Es gibt heute in der Forschung keinerlei Zweifel daran, dass ASC, also Natriumchlorit mit Säure, das am breitesten wirksame und sicherste Mittel ist, um Bakterien, Viren, Parasiten, Mikroben etc. zu töten. Chlorbleiche (Natriumhypochlorit) kann das auch, aber das ist natürlich nicht das geeignete Mittel für den menschlichen Organismus. Wenn man ein Lebensmittel mit Chlorbleiche behandeln würde, blieben im Lebensmittel, zum Beispiel in einem Stück Fleisch, Gemüse oder Obst, Metaboliten, die ganz gefährlich für die Gesundheit sein könnten. Deshalb unterstütze ich ganz stark, was Leo Koehof in der Anmoderation gesagt hat, denn die Unterschiede zwischen Natriumchlorit und Chlorbleiche müssen transparent gemacht werden. Würde man also Lebensmittel mit Chlorbleiche desinfizieren, wäre der Verzehr des Lebensmittel gefährlich und zwar unabhängig davon, ob man es vor dem Verzehr wäscht. Daher wird Chlorbleiche zur Desinfektion von Lebensmitteln von der Industrie nicht benutzt. Aber was benutzt die Industrie? Also ich spreche von der großen Lebensmittelindustrie und nicht von kleinen alternativen Gruppen. Die große Lebensmittelindustrie benutzt heute nahezu überall auf der Welt Natriumchlorit mit Sauerstoff, also MMS, um Nahrungsmittel zu reinigen. Welche Nahrungsmittel? Ich habe schon Fleisch erwähnt, aber auch Gemüse und Obst werden mit einem Spray behandelt und anschließend mit Wasser abgespült, aber diese Produkte sind natürlich durchlässig und deshalb können Rückstände von ASC im Produkt enthalten bleiben und darum muss man sicher sein, dass das, was man zur Desinfektion benutzt, nicht gefährlich ist. Und bei Fleisch ist es so, dass es nach der Behandlung nicht gewaschen werden kann, weil das natürlich zu schnellerem Verderben führen könnte. Fleisch wird daher industriell in eine Lösung von Natriumchlorit gegeben und danach für den Verkauf weiterverarbeitet. Das ist wichtig, um Ihnen weitere Fakten zu diesem Thema zu geben. Aber es gibt noch etwas, denn Sie sollten auch wissen, dass Chlordioxid chemisch sehr instabil ist. Darum können wir ClO2 nicht direkt kaufen, weil es eben nicht stabil ist. Man muss zur Herstellung von Natriumchlorit beide Komponenten separat kaufen und mischen, bevor man es einnehmen möchte. Das, was ich Ihnen aber nun zum Beispiel über den nahezu weltweiten Einsatz von ASC bei der Lebensmitteldesinfektion erzählt habe, ist noch kein ausreichender Beweis dafür, dass es nicht auch gefährlich sein könnte oder dass es wirkt. Es tötet zwar Mikroben im jeweiligen Nahrungsmittel, aber was es im Körper des Menschen macht, ist damit noch nicht erklärt.

2013 hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) Natriumchlorit als so genanntes „Orphan Arzneimittel“ zugelassen, auf Englisch heiß

t das „Orphan Drug“, d.h. in Europa ist Natriumchlorit von der größten relevanten Agentur bereits als Arzneimittel anerkannt. Arzneimittel für was? Für eine Krankheit namens Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Viele von Ihnen kennen die Multiple Sklerose, die leider häufiger vorkommt, aber es gibt eine sehr viel weniger häufige Variante dieser Krankheit und die ist ALS. Weniger häufig bedeutet, dass diese Krankheit weniger als 240.000 Menschen pro Jahr in Europa betrifft. Die Kriterien für „Orphan-Arzneimittel“ sind nicht einheitlich auf der Welt definiert. In Europa bedeutet eine Krankheit, die weniger als fünf Menschen pro 10.000 Einwohner betrifft, keinen lukrativen Markt für Pharmakonzerne, um Gewinne zu erwirtschaften. Und das führt uns zu der Bezeichnung „Orphan Arzneimittel“. Orphan bedeutet ursprünglich „verwaist“, also ohne Eltern, die sich um jemanden kümmern. Den Begriff hat die Medizin für Medikamente oder potenzielle Medikamente bzw. Substanzen übernommen, die zwar einen Nutzen in der Medizin bzw. Therapie haben, deren nähere Erforschung aber zu kostenintensiv in Bezug auf potenzielle Gewinne wären, denn bis eine Substanz vom Anfang bis zum Ende von allen anerkannt ist, erfordert es viele Studien und einen langen Weg. Doch Studien hinsichtlich TCDO liegen ja bereits vor. Ich erinnere an den 1989 erschienenen Artikel von Habermann und Müller. Und wir erinnern uns daran, dass TCDO im Wesentlichen dasselbe wie Chlordioxid ist. Ab jetzt rede ich konkret über Natriumchlorit. Also ist Natriumchlorit von der EMA schon anerkannt als Orphan-Arzneimittel. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass ein Pharmaunternehmen, das Mittel dieser Art erforscht, einen gesonderten Bonus vom Staat bekommt, um diese Forschungen durchführen zu können. Dieser Bonus beinhaltet zudem, dass das Unternehmen vom Staat zugesichert bekommt, dieses jeweilige Mittel für zehn Jahre vermarkten zu dürfen. Das ist so ähnlich wie bei Patenten. Normale Patente gelten für zwanzig Jahre ab dem Zeitpunkt der Registrierung des Patents, aber in diesem Fall gibt es eben eine andere Regelung. Das bietet einen Anreiz für Unternehmen, für einen gewissen Zeitraum solch ein Produkt exklusiv zu verkaufen. Wenn ich also ein Medikament als „Orphan Drug“ zugelassen habe, habe ich die Sicherheit, dass ich es unabhängig davon, wie lange die Forschungsphase dauert, für eine gewisse Zeit verkaufen kann. Wenn hingegen Pharmakonzerne ein Patent anstreben, forschen sie so schnell wie möglich, um den Zeitraum des exklusiven Verkaufs zu erhöhen. Bei Orphan-Arzneimitteln verhält es sich also so, dass man ab dem Moment der offiziellen Anerkennung (Registrierung) des Mittels nicht, wie etwa bei Patentierungen, unter dem großen Forschungsdruck steht, da man ab dem Moment des Verkaufs sowieso eine zeitlich begrenzte Möglichkeit der exklusiven Vermarktung hat. Das heißt, man bekommt Geld vom Staat, um zu forschen und wenn man dann bereit ist, das Mittel auf den Markt zu bringen, hat man zehn Jahre Zeit für die exklusive Vermarktung. Und diese Prozedur ist bei Natriumchlorit bereits erfolgt. Natürlich wird das nicht ohne entsprechende Prüfung ermöglicht, also ein Pharmaunternehmen kann nicht irgendeine Substanz als Orphan-Arzneimittel anmelden, Gelder vom Staat kassieren und abwarten. Man braucht also gute Gründe dafür, um zu belegen, dass eine heilende Wirkung eines Mittel belegbar ist. So hat das erwähnte Pharmaunternehmen genau das für Natriumchlorit gemacht. Sie können sich darüber selbst im Internet informieren. Und die Belegbarkeit in Bezug auf die Wirkungsweise von Natriumchlorit beruht wiederum auf den Erkenntnissen über TCDO und dessen Wirkung auf die Makrophagen, dass nämlich die Makrophagen durch TCDO immunmoduliert werden. Die Vermutung bei der Krankheit ALS ist, dass die Makrophagen zu sehr immunmoduliert sind, was zu einer Überproduktion von Zytokinen führt. Das sind Proteine, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren. Und diese Zytokine können den Nerven im Gehirn und im Rücken schaden. Aber wenn Sie kritisch denken, werden Sie fragen: Moment, haben Sie vorher nicht gesagt, dass Natriumchlorit eine Optimierung der Makrophagen verursacht und bei ALS will man demnach eine Verminderung der Makrophagen-Aktivität? In der Forschung nennt man diese Substanzen deshalb immunmodulierend und nicht als immunstimulierend. Modulierend bedeutet, wenn die Makrophagen zu wenig sind, das Immunsystem also nicht ausreichend arbeitet, verstärkt die Oxidation die Wirkung und unterstützt die Makrophagen in ihrer Funktion. Ist aber die Makrophagenaktivität zu hoch, wie im Fall von ALS vermutet wird, dann führt die Oxidation zu einem Gleichgewicht der Makrophagenaktivität, bremst deren Funktion also etwas aus, denn eine Oxidation führt dazu, dass Zellen wieder zu einem Gleichgewicht geführt werden. Das sagt die Forschung. Und wichtig zu wissen ist, dass Natriumchlorit nicht über die Haut oder oral zu verabreichen ist, ich rede jetzt konkret von Natriumchlorit, das von der EMA als Orphan-Arzneimittel registriert ist, sondern intravenös als Infusion. Es ist also als Infusion registriert. Bis hierher war es das, was ich über die Wirkung von Natriumchlorit sagen wollte. Jetzt kommen wir zu der Frage – ist das gefährlich? Daher möchte ich Sie darüber informieren, was ich selbst im Rahmen meiner Forschung entdeckt habe zu der Frage, ob MMS gefährlich ist. Wenn Sie auf Pub.Med unter dem Suchbegriff MMS nachsehen, kommt nur ein Beitrag. Darauf gehe ich später noch ein. Aber wir wissen bereits, dass MMS chemisch nicht offiziell MMS genannt wird, sondern Natriumchlorit ist. Wenn Sie also Natriumchlorit auf PubMed eingeben, oder besser auf Englisch „Sodiumchlorite“ eingeben, denn viele dieser Beiträge sind auf Englisch, dann kommen drei Artikel, wo Sodiumchlorite als gefährlich eingestuft wird. Dabei geht es um drei Fälle von Intoxikationen (Vergiftungen), um einen vierten Fall von einer Intoxikation durch Chlordioxid und letztendlich einen fünften Fall, bei dem es durch eine Intoxikation durch MMS – so genannt - geht. In dieser medizinischen Datenbank ist also von einem Fall einer Vergiftung durch Natriumchlorit 1993 die Rede. Das war bevor Jim Humble MMS entdeckt und so benannt hat, wobei das Mittel zu dem Zeitpunkt, wie ich anfangs sagte, schon als Wasserdesinfektionsmittel „Water Prurifier“ längst bekannt war, damals seit bereits etwa 80 Jahren sogar. Wenn Sie zum Beispiel Kontaktlinsen tragen, haben Sie dafür ein Reinigungsmittel. Sehen Sie ruhig nach, denn in diesen Reinigungsmitteln für Kontaktlinsen ist immer Natriumchlorit enthalten. Das ist die wichtigste Komponente in diesen Mitteln, denn ohne das könnten Sie nicht sicher sein, dass Ihre Augen nicht von den Kontaktlinsen infiziert werden.

Wir wissen nun also, dass Natriumchlorit schon existierte, bevor Jim Humble es entdeckte. 1993 haben wir nun einen ersten dokumentierten medizinischen Fall, wo Natriumchlorit zu einer Vergiftung führte. Das passierte in China. Die Autoren Lin und Limm berichten über einen 25 Jahre alten Mann, der versuchte, sich umzubringen und er nahm dazu mehr als 10 g Natriumchlorit. 10 g sind nicht mal annähernd in der Nähe der Dosen, die Menschen empfohlen werden, die sich selbst mit MMS behandeln wollen, sondern etwa hundertmal höher, aber dieser Mann wollte sich nicht heilen, sondern töten. Er nahm also mehr als 10 g und wurde sehr krank davon mit Symptomen wie Durchfall und Erbrechen, wurde zum Krankenhaus gebracht und er hatte akutes Nierenversagen. Deswegen brauchte er eine Hämodialyse. Innerhalb von zwei Monaten war er aber wieder ganz gesund und ohne bleibende Schäden. Das war der erste Fall. Zum zweiten Fall, der etwa 20 Jahre später, nämlich 2012, auftrat: In diesem Beitrag sagen die Autoren selbst, sie würden den zweiten offiziell bekannten Fall beschreiben, der gleichzeitig der einzige den Autoren bekannte Fall ist. Bei dem Fall geht es um einen 65-jährigen Mann in Kanada. Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang nicht von MMS, obwohl Informationen über MMS 2012 schon sehr verbreitet waren, aber ich vermute selbst, es könnte sich um MMS gehandelt haben, weil es um eine 28 prozentige Lösung von Natriumchlorit gegangen sein könnte. Dieser Mann wollte keinen Selbstmord begehen, aber er machte einen Fehler. Der Fehler war, dass er sein Gemüse und Obst mit Natriumchloritlösung reinigen wollte, so ähnlich, wie es die Industrie auch handhabt. Er nahm also Natriumchlorit in einer unbekannten Konzentration aus seinem Gefäß, um Gemüse damit zu desinfizieren und daneben hatte er auch ein Glas Wasser zum Trinken. Versehentlich trank er dann reichlich Natriumchloritlösung anstelle des Wassers. Er wurde auch krank, kam ins Krankenhaus und hatte ebenfalls akutes Nierenversagen. Auch er brauchte eine Hämodialyse. Innerhalb von zwei Monaten konnte dieser Mann als geheilt entlassen werden. Geheilt bedeutet, und das ist sehr wichtig, mit einem normalen Kreatininniveau, d.h., dass die Nierenfunktion wieder völlig normal war. Definitiv aber war er krank und ohne Hämodialyse wäre vielleicht etwas Schlimmeres passiert, was man nicht wissen kann, zumindest wurde er so in Kanada behandelt. Zum dritten Fall: Der dritte Fall geschah 2014 in der Slowakei. Geschildert wird der Fall von Dr. Gwardlova (?) Ein 55-jähriger Mann wollte sich auch mit Natriumchlorit umbringen und hat auch überlebt. Ich möchte mit dem Selbstmord natürlich keine Witze machen, aber falls Sie sich umbringen wollen, dann nicht mit Natriumchlorit. Also dieser Mann hat mehr als 100 ml direkt aus der Flasche mit der Lösung getrunken, was wiederum mehr als hundertmal höher als die z.B. bei Malaria normalerweise empfohlene MMS-Dosis von etwa 15 Tropfen ist. Später kann man weitere Dosen nehmen, aber einmalig sind 15 Tropfen die maximale Dosis z.B. bei Malaria. Und 15 Tropfen entsprechen ungefähr 1 ml. Aber wie ich schon sagte, ist die Lösung instabil, denn in ein paar Stunden zersetzt sie sich in Chlor, Wasser und Sauerstoff. Eine zweite Dosis verursacht somit keinen akkumulierenden (anhäufenden) Effekt. In der gesamten mir bekannten medizinischen Forschung gibt es keine gegenteilige Auskunft dazu. Nicht zuletzt deshalb benutzt die weltweite Industrie Sodiumchlorite, also Natriumchlorit, um Lebensmittel zu desinfizieren. Andernfalls könnte man maximal einmal pro Monat MMS nehmen, wenn sich schon regelmäßig etwas davon in den zuvor behandelten Nahrungsmitteln akkumulieren würde und zu schädlichen Metaboliten führen könnte. Dann wäre man am Jahresende womöglich vergiftet, aber nicht von MMS, sondern von den Lebensmitteln, deren Zulassung von den Behörden erlaubt ist. Zurück zu unserem dritten Fall. Dieser Mann nahm also 100 ml, was mehr als hundertmal höher ist als die empfohlene maximale Einzeldosis. Dazu trank er fast einen Liter Whiskey und, das war noch nicht alles, er nahm 12 Tabletten Ibuprofen (400 mg) und zuletzt erhängte er sich auch noch. Die Familie hat ihn aber gefunden und gerettet und zum Krankenhaus gebracht. Ich rede hier also über Leute, die mehr als hundertfach höhere Dosen Sodiumchlorite genommen haben, um sich zu töten – und sie überlebten ohne jegliche bleibende Schäden! Wenn Sie mehr als 100 Aspirin nehmen, überleben Sie nicht! Das gilt auch für Paracetamol, das zu Leberversagen führt.

Ich habe zu Beginn gesagt, dass der Titel meines Vortrages die Frage behandelt, ob MMS Gift oder ein Medikament ist. In der Pharmakologie unterscheiden sich Medikamente von Giften in Bezug auf die Dosis. Nahezu jedes Medikament, das Sie in der Apotheke bekommen, kann bei einer deutlich überhöhten als der empfohlenen Dosis zu Vergiftungen und anderen Schäden führen. Also dieser Mann hat, wie gesagt, überlebt. Er brauchte auch eine Hämodialyse, aber er war psychisch nicht sehr stabil. Dennoch war er innerhalb von zwei Wochen wieder physisch gesund, wenngleich auch nicht völlig stabil aufgrund seiner psychischen Verfassung. Er verließ das Krankenhaus auf eigene Verantwortung. Darum liegen uns keine weiteren Daten über den Folgeverlauf vor.

Bei diesen drei Fällen handelte es sich zusammenfassend also um zwei Selbstmordversuche und um einen Unfall im Zusammenhang mit Natriumchlorit, also Sodiumchlorite. Über einen vierten Fall wurde 2013 berichtet. Dabei handelte es sich um eine Intoxikation mit Chlordioxid. Bis zum Zeitpunkt dieses Falles dachte man, einem akuten Nierenversagen ausgelöst durch ClO2 könne man nicht entkommen. Berichtet wird von einem 20-jährigen Mann in Indien, der so viel ClO2 einnahm, dass es akutes Nierenversagen zur Folge hätte haben können. Wie die anderen brauchte er eine Hämodialyse und wurde daraufhin gesund. Zum fünften Fall, der der einzige beschriebene Fall ist, in dem MMS direkt genannt wird. Der Artikel erschien 2014 im bekannten „British Medical Journal“ und er beschreibt einen Fall in Singapur. Hier handelt es sich um eine 60-jährige Frau, die eigentlich MMS genommen hat. Ein Bekannter aus Neuseeland besuchte sie und empfahl es ihr, weil er es selbst einnahm. Sie nahm also MMS und bekam einige Tage später Fieber und einen Lymphknoten. Die Dosis, die sie nahm, war nach unseren Kenntnissen über MMS richtig, obwohl sie nicht mehr genau wusste, wie viel sie einnahm. Diese Frau litt an einer Lymphknotenentzündung, die zu einer Nekrose (Absterben einzelner Glieder durch Schädigung der Zellstruktur) führen kann. Die Ärzte, die diese Frau untersuchten, zogen in Betracht, dass das von MMS gekommen sein konnte. Allerdings litt diese Frau sowieso vorher schon an einer Erkrankung, die als Kikuchi Fujimoto bzw. als „Necrotizing Lymphadenitis“ bezeichnet wird und noch wenig erforscht ist und deren Ursachen man in der Schulmedizin nicht kennt. Das ist eine Entzündung von Lymphknoten, die zur Nekrose führen kann. Die Autoren des Artikels schreiben selbst, dass sie den Fall wiedergeben, falls andere Menschen ähnliche Erfahrungen machen würden; einen Zusammenhang zwischen MMS und den Symptomen konnten sie nicht überprüfen. Ich berichte von diesem Fall der Vollständigkeit halber, aber wir können nicht behaupten, dass die Symptome ursächlich auf die Einnahme von MMS zurückzuführen waren, da diese Frau eben sowieso an einer lymphatischen Erkrankung litt.

Jetzt komme ich zum letzten Teil meines Vortrags, in dem ich Fragen stellen will. Ich möchte nochmals wiederholen, dass ich selbst gute Erfahrungen mit MMS gemacht habe und auch im Zusammenhang mit Malaria. Wir erinnern uns: Malaria tötet mehr als eine Million Menschen pro Jahr auf der Welt. Nun habe ich ausführlich über die vorliegenden Forschungen zu Natriumchlorit berichtet. Wieso gibt es weltweit alle Behörden und Pharmakonzerne sowie Laboratorien, die in der Lage wären, diese Forschungen fortzusetzen, das aber nicht tun? Warum wird nicht alles getan, um zu klären, ob MMS nicht nur für alles, worüber ich schon gesprochen habe, wirksam sein kann und besonders bei Malaria?

Es gibt noch Daten, die ich Ihnen am Ende geben möchte. Wenn Sie im Internet nachsehen, können sie eine Studie finden, die 2011 in Uganda durchgeführt wurde, eine Studie vom Roten Kreuz durchgeführt mit Menschen, die an Malaria erkrankt waren. Ich weiß nicht, ob ich nun alle Einzelheiten richtig erinnere, aber ich glaube, es waren 154 Menschen, die an dieser Studie teilnahmen. Zunächst wussten sie nicht sicher, ob ihre Symptome auf Malaria hindeuteten oder nicht. Sie hatten Fieber und andere Symptome und ließen sich beim Roten Kreuz untersuchen. Die Leute vom Roten Kreuz haben zwei verschiedene Malaria-Tests durchgeführt, zuerst einen so genannten Schnelltest. War das Ergebnis davon negativ, konnte dieser Mensch nicht an der Studie teilnehmen. War der Test positiv, erfolgte ein weiterer mikroskopischer Test zur Prüfung, um nach Malaria-Erregern zu suchen. Nach dieser doppelten Prüfung standen diese 154 Menschen als positiv getestete Personen zur Verfügung. Man gab ihnen 15 Tropfen MMS und bat sie, am nächsten Tag zurückzukommen, um eine erneute Prüfung durchzuführen und sich nach dem Befinden der Menschen zu erkundigen. Die Patienten haben das gemacht und nach 24 Stunden waren alle, bis auf, ich glaube, 11 Patienten, laut erneutem Bluttest parasitenfrei und sie fühlten sich viel besser. Diese 11 Patienten bekamen eine zweite Dosis, denn man wusste nicht, wieso das MMS bei ihnen nicht auf Anhieb gewirkt hatte, vielleicht hatten sie nicht die ganze Dosis am Vortag genommen, das wissen wir nicht. Diese 11 Menschen kamen am nächsten Tag zurück, um sich erneut untersuchen zu lassen und sie waren dann auch ausnahmslos von Malaria geheilt. Wieso habe ich diese so wichtige Studie nicht schon am Anfang erwähnt, denn im dritten Teil meines Vortrages ging es ja darum, ob MMS wirkt oder nicht. Wieso also habe ich diese Studie zuvor nicht genannt und mache das erst jetzt? Das mache ich deshalb, weil ich diese Studie nicht als „offizielle medizinische Studie“ angeben darf, denn das Rote Kreuz sagt heute, diese Studie sei nicht gemacht worden. Sie können im Internet ein Video dazu finden und das Logo des Roten Kreuzes ist überall zu sehen. Leo Koehof war dabei und ist einer von anderen, die direkt darüber berichten können. Ich war nicht dabei, habe aber das Video gesehen und das Rote Kreuz sagt heute, nichts damit zu tun zu haben. Darum erwähnte ich diese Studie nicht eher, sondern erst jetzt im Zusammenhang mit meinen Fragen. Und selbst, wenn diese Studie in Uganda nicht stattgefunden hätte, gäbe es anhand der anderen Forschungsergebnisse schon Gründe genug, um Natriumchlorit weiter zu erforschen. Warum also wird da nicht schnell, dringend und ganz wesentlich geforscht, wo weltweit so viele Menschen in Afrika und teilweise in Südamerika so sehr leiden? Wieso ignoriert die medizinische Forschung MMS? Und wieso wird von einer sehr erfolgreichen Studie heute seitens der Behörden und des Roten Kreuzes behauptet, sie habe nicht stattgefunden – warum?

 

Moderator Prof. Dr. Michael Vogt im Gespräch mit Terese Forcades i Villa.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Ein paar Fragen zu dem Vortrag. Ich glaube, es war sehr wichtig, dass du auf den Unterschied zwischen „t“ und „d“ hingewiesen hast, also auf den Unterschied zwischen Chlorbleiche und Natriumchlorit und dass du MMS, das nützlich ist, nochmal herausgestellt hast. Menschen, die das in einen Topf werfen, gefährden andere, denn wenn man den Unterschied nicht kennt, könnten manche schlussfolgern, anstelle von MMS Chlorbleiche zu nehmen – oder wie siehst du das?

Terese Forcades:

Ich hoffe, und das ist meine Erfahrung bis jetzt, in Spanien und auch woanders, dass die Menschen, die bereit sind, MMS für sich selbst zu nehmen, intelligent genug sind, um MMS von Chlorbleiche zu unterscheiden. Ich mache jeden Tag die Erfahrung, dass Menschen nachfragen, weil sie Unterstützung haben wollen, dass sie mich also fragen, was ich über MMS zu sagen habe und dann, wie gesagt, schicke ich diese Menschen zu meinen praktizierenden Kollegen. Bisher habe ich noch keinen Fall erlebt, dass jemand MMS nehmen wollte und stattdessen Chlorbleiche eingenommen hat. Theoretisch ist es möglich, dass jemand das vertauscht, aber ich habe es noch nie erlebt. Ich halte es für eine verbrecherische Unverantwortlichkeit, über MMS so zu sprechen, als sei es Chlorbleiche.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Danke für die Darstellung. Ich habe das gefragt, weil wir hier vor der Tür pseudowissenschaftliche Demonstranten stehen haben, die genau das tun, nämlich versuchen, vorzutragen, dass es bei MMS um Chlorbleiche geht und weil damit genau sie diejenigen sind, die mit einer solchen Falschdarstellung Menschen gefährden. Teresa, noch eine zweite kurze Frage: Du hast auf die Notwendigkeit oder auf die Wirkung als Oxidanz hingewiesen. Wenn wir im Bereich Krebstherapie etwas lesen oder hören, ist immer die antioxidanzielle Wirkung wichtig. Warum ist es hier genau das Gegenteil von dem, was medizinisch gut und wichtig ist.

Teresa Forcades:

Wir wissen natürlich nicht alles und genau das ist der Punkt, denn wir brauchen eine medizinische Atmosphäre, die die freie Forschung immer weiterführt. Ich kann hier natürlich darüber sprechen, was ich weiß und erfahren habe, aber das ist nicht das letzte Wort. Niemand kann das in der Wissenschaft. Eine Definition in der Wissenschaft ist immer professionell – bis wann? Bis die nächste, bessere Prüfung kommt. Eine Offenheit, „open minded“ zu sein, ist daher so wesentlich für die Medizin, die Forschung, die Wissenschaft. Jetzt haben wir eine Atmosphäre der Verdächtigungen und der Verfolgung und das ist keine gute Sache für die Medizin. Dann zu deiner Frage: Was der Körper braucht, ist das richtige Gleichgewicht. Das beruht auf dem schon von Claude Bernard entdeckten Konzept der Homöostase. „stasis“ bedeutet zu sein oder zu bleiben und „homo“ bedeutet „gleich“. In diesem Sinne bedeutet es, wie für einen bestimmten Menschen die idealen Bedingungen geschaffen werden können, um Gesundheit zu erreichen. Manchmal braucht man Oxidation, um etwas zu töten. Das ist so, wie das normale Immunsystem den Körper verteidigt – gegenüber Entzündungen, Infektionen, Trauma, Strahlungen, chemischen Irritationen usw., egal wovon, wenn es um eine kranke Zelle geht, muss diese Zelle weg. Das machen die Makrophagen auf natürliche Weise, aber damit sie das können, brauchen wir Oxidation. Aber, wenn das erledigt ist, können „freie Radikale“, die durch oxidative Prozesse verursacht werden, zur Übersäuerung führen. Das ist nicht gut, weil das die normalen Zellen stören kann. Und Antioxidantien sind sehr hilfreich, um das zu korrigieren. Also es geht darum, immer die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen, aber ich empfehle, sich in Heilungsprozessen von jemandem, dem man vertraut und der sich medizinisch gut auskennt, begleiten zu lassen, denn es gibt hier Faktoren, die zwar nicht gefährlich sein müssen, aber es gibt ein Potenzial zur Heilung, das manchmal fein nuanciert sein sollte und dazu ist eine professionelle Begleitung hilfreich.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Spannend fand ich im letzten Teil deines Vortrages die sehr gründliche Aufzählung der fünf Fälle. Wenn ich mir überlege, was die Onkologie in diesem Land pro Jahr umbringt, da reicht dieser Saal nicht aus. Du hast dir jetzt die Mühe gemacht, fünf Fälle zu schildern, unter denen zwei Selbstmordkandidaten und ein Irrtum waren, aber kein einziger Todesfall – alle sind nach Hause gegangen. Dann wundert es einen, warum man diese Aufregung und dieses ganze Theater erlebt. Du hast aber die Antwort schon gegeben. Es ist einfach zu preiswert und zu wirksam und das mag die Pharmaindustrie gar nicht.

Terese Forcades:

Beispielsweise sind mir Zahlen bekannt, die sich auf Krankenhäuser in Frankreich beziehen, wo von Fällen die Rede ist, bei denen der Tod durch Nebenwirkungen von Behandlungen auftritt. Und das sind mehr Tode als jene, die pro Jahr durch Verkehrsunfälle verursacht werden. Deswegen kann man sagen, dass es gefährlicher ist, ins Krankenhaus zu gehen als auf der Autobahn zu fahren.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Wir säßen nicht hier, du hast selbst darüber gesprochen, wenn es nicht eine Persönlichkeit gäbe, die das Ganze angeschoben hat, mit viel Mut, mit viel Engagement, über Jahre sich nicht hat beirren lassen, und ich freue mich und bitte dich Jim, jetzt zu uns auf die Bühne zu kommen. Einen speziellen Applaus für Jim Humble.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Wenn du auf all die Jahre zurückblickst, und auf die Zukunft siehst, was wird in zehn oder fünf Jahren sein? Wird es dann mehr Akzeptanz von MMS geben? Wir leben in einer sich verändernden Welt. Wird sich etwas ändern? Was ist dein Gefühl dazu, was deine Meinung?

Jim Humble:

Seit ich hier angekommen bin, kam eine Reihe von Leuten auf mich zu und sagte, wir haben MMS-Büros in Afrika und an anderen Orten der Welt eröffnet, und ich bin sicher, wenn du über die nächsten zehn Jahre sprichst, dass die ganze Welt MMS benutzen wird. Ich habe persönlich geschätzte 50.000 Leute behandelt. Ich weiß, es wirkt.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Du siehst also optimistisch in die Zukunft. All die Leute, die vor dieser Halle stehen, gehören also schon zur Vergangenheit und sie haben keine Chance mehr, um MMS zu stoppen oder die Politik und die pharmazeutische Industrie werden auch keine Chance mehr haben, das aufzuhalten. Natürlich verlieren sie Geld, aber das ist das Leben.

Jim Humble:

Manche Leute auf der Welt haben eine Art und Weise, wie sie Dinge möglich machen und ich glaube, es gibt keine Chance mehr, die Entwicklung zu stoppen, denn Menschen haben keine Lust mehr, müde und krank zu sein. Die wollen sich gut fühlen.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Wenn du einen Kongress wie diesen betrachtest, mit viel wissenschaftlicher Arbeit im Vorfeld und Wissenschaftlern, die mit MMS arbeiten, die Medikamente entwickeln, die herausfinden wollen, was mit MMS möglich ist, wie fühlst du dich nach all den Jahren, wenn du das hier auf dem Kongress erlebst?

Jim Humble:

Das Gefühl ist einfach wunderbar. Ich bin schlichtweg froh und glücklich, dass ich hier sitze und dass das alles passiert.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Was können wir künftig von dir erwarten. Denkst du, so weit, so gut, andere Leute sind jetzt damit dran, Bücher zu schreiben, zu forschen oder bist du weiterhin aktiv und denkst daran, ein weiteres Buch zu schreiben oder an speziellen Themen zu arbeiten? Willst du nicht in den Ruhestand?

Jim Humble:

Ich habe noch Pläne, denn ich bin ja erst 82 Jahre alt. Wenn ich 102 bin, denke ich vielleicht an den Ruhestand.

Prof. Dr. Michael Vogt:

Dann freuen wir uns darauf, dich wiederzusehen und auf neue Aspekte, neue Forschungen, neue Bücher von dir. Du hast demnach noch viel vor und wir freuen uns darauf, davon zu hören.

Jim Humble:

Ich habe tatsächlich noch viel vor und ich kann nicht aufhören, das zu tun und es macht eine Menge Spaß!

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.